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Berufsinformation am Amtsgericht Meppen

Justizanwärterin Charlotte Gels mit stellvertretendem Geschäftsleiter Lucas Pieper im Gerichtssaal Bildrechte: agmeppen
Justizanwärterin Charlotte Gels mit stellvertr. Geschäftsleiter Lucas Pieper

Zu einer ganz besonderen Berufsinformationsveranstaltung hatte das Amtsgericht Meppen am 27.11.2020 eingeladen.

Im Verhandlungssaal 1 waren Schülerinnen und Schüler der Johannisschule Meppen anwesend; über eine sogenannte „Multifunktionseinheit“ waren Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Oberschule Twist zugeschaltet. Sie nahmen per Videokonferenz teil und waren über einen großen Monitor im Gerichtssaal für die im Saal Anwesenden sichtbar.

Die Justizanwärterin, Charlotte Gels informierte über den Beruf des/der Justizfachwirt/-in.

Frau Gels ist im 3. Ausbildungsjahr am Amtsgericht Meppen. Der jungen Frau gelang es nicht nur bei den im Saal anwesenden, sondern auch bei den Schülern in der Oberschule in Twist, ihre Begeisterung für den Beruf auf die Schülerinnen und Schüler „überspringen zu lassen“. Sie betonte die Vielfalt der Aufgaben, mit denen ein(e) Justizfachwirt/-in betraut sei: Ansprechpartner für ratsuchende Bürger, die Aktenverwaltung mithilfe moderner Informationstechniken, das Fertigen von Schriftstücken, z.B. Ladungen von Zeugen und Prozessbeteiligten, die Protokollführung in Strafverhandlungen, die Zeugenentschädigung usw. Ihr gefalle besonders, „dass man viel mit Menschen zu tun habe“ – entweder persönlich oder am Telefon. Auch die unterschiedlichen Aufgaben in den verschiedenen Abteilungen (Grundbuchamt, Strafabteilung, Zivilabteilung, Familiensachen, Betreuungsabteilung) seien für sie sehr reizvoll. Dadurch werde der Beruf nie langweilig.

Auf Befragen, wie man sich denn die Ausbildung vorzustellen habe, erläuterte sie, dass die Ausbildung 2 ½ Jahre dauere und sich in 5 Abschnitte gliedere. Das seien 3 Praxisabschnitte an den jeweiligen Ausbildungsgerichten und 2 je 4- Monatige Lehrgänge. Die praktische Ausbildung wird durch Arbeitsgemeinschaften begleitet, die einmal wöchentlich zentral bei einem Amts- oder Landgericht stattfinden – für das Amtsgericht Meppen am Landgericht Osnabrück. Die Anwärter werden, was das Ausbildungsgericht betrifft, entsprechend ihren Wünschen zugeordnet. Wer also im Bezirk des Amtsgerichts Meppen wohnt, hat gute Chancen, dem Amtsgericht Meppen als Ausbildungsgericht zugeteilt zu werden.

Zum Hintergrund: Justizfachwirtinnen und Justizfachwirte sind als Beamtinnen und Beamte (Laufbahngruppe 1, zweites Einstiegsamt) bei Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig. Zu Beginn des zweiten Praxisabschnitts findet eine Zwischenprüfung statt. Am Ende des fünften Ausbildungsabschnitts (Praxis III) findet die Laufbahnprüfung statt. Die Absolventinnen und Absolventen sind berechtigt, die Berufsbezeichnung „Justizfachwirtin“ bzw. „Justizfachwirt“ zu führen.

Eine Bewerbung ist an das Oberlandesgericht Oldenburg zu richten.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://justizportal.niedersachsen.de/startseite/karriere/justiz_als_arbeitgeber/berufe_bei_gerichten_und_staatsanwaltschaften/justizfachwirtinjustizfachwirt-158760.html

5 Schüler im Gerichtssaal Bildrechte: agmeppen
Berufsinformation am Amtsgericht Meppen

Artikel-Informationen

erstellt am:
18.12.2020
zuletzt aktualisiert am:
18.01.2021

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